00:00 Uhr. Beginn eines neuen Tages oder Ende des Alten?! Geisterstunde,
in der sich die Geister der Vergangenheit und der Gegenwart zeigen? Für ihn hatte es keine
Bedeutung, seine Geister zeigten sich zu jeder Tages- und Nachtzeit. Er konnte ihnen nicht
entfliehen! Sie ließen ihn keinen einzigen Augenblick vergessen. Das Gefühl, das so schwer
auf seinen Schultern lag, wie wohl der Himmel auf den Schultern des aus den griechischen
Legenden entsprungenen Atlas. Das Gefühl, das ihn nachts so erdrückte, dass er manchmal
nicht zu schlafen vermochte. Das Gefühl, dass sich Schuld nennt!
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Die Glocken der in der Nähe stehenden Kirche schlugen 12 mal. Es war Zeit.
Das Haus war still und nur die Außenbeleuchtung summte leise vor sich hin. Gedämpft kaum
wahrnehmbar klickte die Tür eines Autos. Ein düsterer Schatten huschte wie ein Geist entlang
des Weges und verschwand so unbemerkt wie er gekommen war in die alles verschlingende Dunkelheit.
Stille.
Im Zimmer war es stockdunkel nur das von dem Außenlicht schattenhaft umrissene Bett in der Mitte
des Zimmers war erkennbar. Es herrschte eine absolute Stille. Die elektrische Uhr auf dem Nachttisch
sprang auf 00:05. Leise, fast geräuschlos, wie von Geisterhand öffnete sich die Tür, und ein düsterer
Schatten schlich unbemerkt herein. Langsam und tonlos ging er auf das schemenhaft sichtbare Bett zu.
Am Kopfende blieb er stehen. Ein Geräusch, dass das Blut in den Adern gefrieren ließ füllte das ganze
Zimmer mit seinem Schrecken. Metall rieb sich an Metall. So plötzlich wie das Geräusch ertönte, so
unerwartet verstummte es auch. Auf einmal blitzte im Licht der Außenlampen Metall auf. Es erfolgte
ein flüchtiger Windhauch, Sekunden später fiel etwas zu Boden und verursachte ein dumpfes Aufschlagen.
Metall rieb sich wieder an Metall. Der Schatten verschwand so spurlos, wie er gekommen war. Was blieb
war wieder nur die Stille. Die Uhr zeigte 00:07.